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Der Darlehenszins
Entscheidet man sich für die Bau- oder Immobilienfinanzierung, erhält man ein Darlehen, für das ein Darlehenszins zu zahlen ist, der im Darlehensvertrag festgelegt wird. Der Darlehenszins ist abhängig von der marktüblichen Zinssituation, die von den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank bestimmt wird, aber auch von der Höhe des Darlehens und von der Laufzeit. Bei einer hohen Darlehenssumme, die sich über eine lange Laufzeit erstreckt, ist der Darlehenszins entsprechend hoch. Je nach Bank kann er stark voneinander abweichen. Er ist entscheidend für die Kosten des Darlehens. Um die Kosten für das Darlehen möglichst gering zu halten, kommt es auf einen niedrigen Darlehenszins an. Ein Vergleich der verschiedenen Banken lohnt sich, bevor man bei einer Bank das Darlehen beantragt.
Das Darlehen kann als Annuitätendarlehen oder als Tilgungsdarlehen gewährt werden. Beim Annuitätendarlehen bleibt der Darlehenszins während der gesamten Laufzeit oder während der Periode der Sollzinsbindung gleich, auch die monatlichen Raten werden in gleicher Höhe gezahlt. Mit den Raten werden die Zinsen, aber auch ein Teil der Tilgung gezahlt. Während der Laufzeit verringert sich der Anteil der Zinsen an den Raten, der Anteil der Tilgung steigt. Beim Tilgungsdarlehen wird die Höhe der Tilgung, die mit jeder Rate vorgenommen wird, festgelegt. Sie bleibt mit jeder Rate gleich. Da der Darlehenszins sich auf die jeweils verbleibende Restschuld bezieht, sind mit jeder Rate weniger Zinsen zu bezahlen, die Höhe der Raten sinkt während der Laufzeit.
Der Darlehenszins wird auch als Nominalzins bezeichnet und wird immer in Prozent angegeben. Er ist Bestandteil des effektiven Jahreszinses, der ein wichtiges Kriterium für die Kosten des Darlehens ist und in den auch die Bearbeitungsgebühren für das Darlehen eingerechnet werden. Der effektive Jahreszins sollte immer herangezogen werden, wenn man die Kosten für das Darlehen bei den verschiedenen Banken miteinander vergleichen will. Allerdings kann sich der Darlehenszins noch geringfügig ändern, wenn der Darlehensvertrag abgeschlossen wird. Dies liegt daran, dass die Banken vom Darlehensnehmer bestimmte Sicherheiten fordern, damit die Rückzahlung des Darlehens gewährleistet ist. Die Banken prüfen bei Beantragung des Darlehens die Bonität des Antragstellers. Es muss eine bestimmte Bonität gewährleistet sein, damit das Darlehen gewährt werden kann.
Bei Kunden, die nur eine geringe Bonität vorweisen können, ist das Ausfallrisiko für die Rückzahlung des Darlehens höher. Dies verursacht für die Banken höhere Kosten, da sie einen entsprechenden Betrag an Eigenkapital vorhalten müssen. Diese Kosten geben die Banken an die Kunden weiter, indem sie den Darlehenszins erhöhen. Der Kunde kann selbst entscheiden, ob er den höheren Darlehenszins akzeptiert und den Vertrag abschließen will.






