Beim Clearing werden gegenseitige Verbindlichkeiten aus Wertpapiertrans-
aktionen oder Geldforderungen verrechnet.
Clearing steht dabei für den Prozess der Übermittlung, Abstimmung und Bestätigung von Zahlungsmeldungen zwischen zwei Marktteilnehmern. Die Eigentumsübertragung an den Werten erfolgt im Anschluss in der Abwicklung (Settlement), die teilweise auch unter dem Begriff Clearing subsumiert wird. Zwischen die zwei Vertragspartner ist eine Clearingstelle als zentrale Gegenpartei geschaltet. Sie betreibt das Clearingsystem und übernimmt teilweise auch Ausfallrisiken. Große Bargeldforderungen werden häufig über Zentralbanken abgewickelt (in Europa TARGET2-System), Wertpapiertransaktionen übernehmen privatwirtschaftliche Clearinghäuser wie Clearstream.